Stress
Jeder kennt ihn, keiner mag ihn. Trotzdem ist Stress für viele von uns zumindest zeitweise unvermeidbar. Hier finden Sie Informationen zu Stressprävention und zum richtigen Umgang mit Stress.
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FAQ
Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Der richtige Umgang mit Stress? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.
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Was ist Stress?
Unter dem Begriff Stress kann sich jeder etwas vorstellen. Aber was ist Stress eigentlich genau?
Der Begriff Stress umschreibt den Versuch des Körpers, sich auf physische und psychische Belastungen einzustellen, die hervorgerufen werden können durch Stressoren wie
- Zeit-, Geld- und andere Ressourcenmängel
- Geringe Gestaltungsmöglichkeiten von Freizeit und Beruf nach persönlichen Bedürfnissen
- Zwischenmenschliche Konflikte und soziale Probleme (z.B. Mobbing, Beziehungsprobleme, Einsamkeit)
- Persönliche Verlust- bzw. Versagensängste (z.B. bei großer Verantwortung in Familie/Beruf, subjektive Minderwertigkeitsgefühle)
- Schwerwiegende Ereignisse (z.B. Trennung oder Tod eines Partners bzw. Familienangehörigen, Prüfungen, Betroffenheit von Straftaten)
- Schwerwiegende Entscheidungen (z.B. berufliche Neuorientierung, größere Kreditaufnahme)
- Umwelteinflüsse (z.B. Reizüberflutung oder -mangel, Lärm, unverträgliches Klima)
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Wie entsteht Stress?
Stress bezeichnet durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physiologische Reaktionen. Was passiert dabei genau im Körper?
Durch eine Beurteilung von Stressoren als Gefahrensituationen im Stammhirn kommt es zur Ausschüttung so genannter Stresshormone (z.B. Adrenalin, Cortisol), die den Körper in Reaktionsbereitschaft nach dem Schema "Kampf oder Flucht" versetzen. Herzschlag, Puls und Blutdruck erhöhen sich, muskelversorgende Gefäße erweitern sich. Kurzfristig führt dies zu einer raschen, u.U. lebensnotwendigen Energiefreisetzung des Körpers. Wenn der Mensch sich der Bewältigung gewachsen fühlt, spricht man von positivem Stress (Eustress). Ist er Stressoren jedoch länger ausgesetzt und kann diese nicht bewältigen, wird Stress zu einem Gesundheitsrisiko.
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Wie kann man Stress bewältigen?
Welche Möglichkeiten gibt es, mit Stress umzugehen?
Wirksame Stressbewältigung kann an zwei Punkten ansetzen: Zum einen an den auslösenden Ursachen (Stressoren), z.B. durch Neuorganisation des Alltags, Zeitmanagement bzw. Änderung der persönlichen Terminplanung. Zum anderen kann man an den eigenen Emotionen und Reaktionen ansetzen, um mit belastenden Situationen besser fertig zu werden; hierzu können Techniken wie Gedankenstopp, Progressive Muskelentspannung oder positives Denken zum Einsatz kommen.
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Kann Stress auch vorteilhaft sein?
Kann Stress auch vorteilhaft für den Menschen sein?
Stress ist zunächst einmal eine sinnvolle Reaktion des Körpers auf Umweltsituationen, die eine erhöhte Alarmbereitschaft sinnvoll erscheinen lassen. Der Körper reagiert auf Druck, Spannung oder Veränderung. Stress kann aber krank machen, wenn die Beanspruchungen übermäßig sind, wenn sich der Körper fast ständig in erhöhter Alarmbereitschaft befindet.
Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben interessanter und weniger langweilig machen. Man nennt dies Eustress. Beim "guten Stress" kommt der Organismus nach einer Stressphase von begrenzter Dauer wieder zur Ruhe. Wenn diese Stress-Situation und -reaktion aber andauert, spricht man auch von "schlechtem Stress" oder Distress.
Zu viel Stress kann schädlich sein und Krankheiten oder Unfälle verursachen. Es ist wichtig, Stresssymptome erkennen zu können und wenn nötig Schritte gegen schädlichen Stress (Distress) zu unternehmen. Häufigkeit, Vielfalt, Dauer sowie die persönliche Bewertung einer Situation entscheidet, was als Stress erlebt wird.
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Ist Stress immer gefährlich?
Gibt es auch Situationen, in denen Stressempfinden harmlos ist, oder ist Stress immer gefährlich?
Im Normalfall ist Stress nur ein kurzfristiger Zustand und schadet deshalb nicht. Beim Nachlassen der Gefahr oder der Stresssituation lassen auch die Stressreaktionen des Körpers wieder nach. Gefährlich wird es allerdings, wenn aus dem kurzfristigen Stressgefühl ein dauerhafter Stress wird. Viele Menschen leiden unter chronischen Stress. Eine typische Begleiterscheinung von Dauerstress ist, dass wir das Gefühl haben, unser Leben nicht mehr richtig unter Kontrolle zu haben. Bereits die kleinsten Dinge bringen dann das Fass zum Überlaufen. Dauerstress lähmt uns und je weniger wir an Arbeit bewältigen können, desto schwerer fällt es uns, einmal wirklich zu entspannen und auszuruhen. Wir treiben uns immer weiter zur Leistung an und finden keine Erholung. Das ist die typische Stressspirale, bei der Stress noch weiteren Stress hervorbringt.
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Was ist Eustress und Distress?
Was versteht man unter den Begriffen Eustress und Distress?
Als "Eustress" bezeichnet man den Stress, den eine Herausforderung verursacht, der wir uns gewachsen fühlen. Er gehört zu einem gesunden Leben und kann eine durchaus positive Wirkung auf unsere Leistung und unser Wohlbefinden haben. Auf eine Phase der Anspannung folgt dabei eine Phase der Entspannung. Kommt es nie mehr zur Entspannung mehr, sondern dauert der Stress an und fühlen wir uns überfordert, spricht man von Distress. Dieser "negative" Stress kann auf Dauer unserer Gesundheit schaden.
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Positives Denken gegen Stress?
Kann positives Denken bei Stress helfen?
Ja. Eine positive Einstellung zum Leben hilft, mit Stresssituationen besser umzugehen. Außerdem kann durch positive Gefühle die durch Stress oft geschwächte Immunabwehr wieder gestärkt werden. Positiv denken sollte jedoch nicht heißen, sich alles "schönzureden". Positiv denken heißt vielmehr, sich zum einen der schönen Momente, Erfahrungen und Dinge im Leben zu erinnern, sich bewusst zu machen, dass man bislang bereits einige schwierige Situationen gemeistert hat. Aber auch, dass man sich daran erinnert, dass Freunde und Familie zur Seite stehen. Aus solchen Gedanken erwächst Zuversicht und Kraft für schwierigere Zeiten.
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Was ist Progressive Muskelentspannung?
Was kann man sich unter Progressiver Muskelentspannung vorstellen und wofür ist sie gut?
Bei der Progressiven Muskelentspannung werden bestimmte Muskelgruppen bewusst einige Sekunden angespannt und dann wieder losgelassen. Die Entspannung der Muskeln wird durch den Gegensatz zu der vorherigen Anspannung nun intensiver wahrgenommen. Ziel der Progressiven Muskelentspannung ist es, einen Zustand tiefer Entspannung des Körpers zu erreichen. Die Methode eignet sich daher gut, um Stress oder Unruhe abzubauen und Muskelverspannungen zu lockern. Außerdem lässt sie sich überall anwenden: im Büro, im Zug oder Flugzeug, während einer Rast nach langer Autofahrt oder auch im Bett vor dem Einschlafen (um Schlafstörungen entgegenzuwirken).
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Was ist Autogenes Training?
Was ist Autogenes Training eigentlich genau und wie funktioniert es?
Beim Autogenen Training geht es darum, sich mithilfe von Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Die im Liegen oder entspannten Sitzen durchgeführten Übungen bestehen aus kurzen formelhaften Vorstellungen - z. B. "Meine Arme und Beine sind schwer" - , die sich der Übende konzentriert mehrere Male im Geiste vorsagt. Dabei versucht er, sich diese Vorstellungen möglichst intensiv vor sein "inneres" Auge zu führen. Die innere Vorstellung von schweren Armen und Beinen z. B. löst eine Entspannung der Muskeln aus. "Mein Herz schlägt ruhig" ist eine andere mögliche Vorstellung, die den Puls verlangsamen und den Übenden zur Ruhe kommen lassen soll. Mit zunehmendem Training verstärkt sich die Wirkung der Übungen, so dass schon in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung zu erreichen ist.
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