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FAQ
Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Gentechnik? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.
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Gesundheit
Wie wirken sich genmanipulierte Lebensmittel auf unsere Gesundheit aus?
Das ist noch weitgehend ungeklärt. Dies gilt besonders für Antibiotikaresistenzen und Allergien. In vielen genveränderten Pflanzen werden Antibiotikaresistenz-Gene eingebaut als Marker-Gene. Damit soll festgestellt werden, ob die Genmanipulation erfolgreich war. Die Resistenzeigenschaften können sich auf Bakterien, auch solche im menschlichen und tierischen Darm, übertragen. Dadurch besteht die Gefahr, dass immer mehr Antibiotika unwirksam werden. Lebensmittelallergien rühren meist von einer Überempfindlichkeit gegenüber Proteinen her, die es natürlicherweise in jeder Pflanze gibt. Eingebaute neue Erbinformationen produzieren ebenfalls neue Proteine, auf die Menschen auch allergisch reagieren können. In welchen Umfang ist jedoch nicht abschätzbar.
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Anbau in Deutschland
Was wird in Deutschland schon angebaut und wo?
Für Tierfutter und zur Energieproduktion in Biogasanlagen wurde in Deutschland bislang ausschließlich die Maissorte MON810 angebaut. Das wurde im April 2009 verboten. Zu Forschungszwecken werden seither Freilandversuche durchgeführt. Wo Versuchsfelder zu finden sind, ist in einem Standortregister erfasst (www.standortregister.de).
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Gentechnisch veränderte Lebensmittel in Deutschland
Gibt es bei uns bereits gentechnisch veränderte Lebensmittel?
Die Europäische Kommission hat gentechnisch verändertes Soja, Mais und Raps zugelassen. Lebensmittel, die gentechnisch verändertes Soja beziehungsweise Mais enthalten (etwa Sojabohnen, Popcorn-Mais, Corn-Flakes) müssen gekennzeichnet werden. Dagegen enthält das raffinierte Öl, das aus gentechnisch verändertem Raps gewonnen wird, kein genetisches Material mehr und unterliegt deshalb keiner Kennzeichnungspflicht. Reine Genprodukte wie etwa Gengemüse, Obst oder Fleisch gibt es nicht. Genpflanzen dürfen aber an Tiere verfüttert werden, wodurch Gentechnik in den Nahrungskreislauf gelangt. Dies kann unter anderem bei Milch und Milchprodukten der Fall sein.
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Bio-Produkte
Sind Bio-Produkte ohne Gentechnik?
Grundsätzlich ja. Rechtlich gelten Bio-Produkte als gentechnikfrei. Das heißt: Nach der Öko-Verordnung der EU dürfen sie maximal 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthalten. Die Schwelle wurde nicht auf 0,0 gesenkt, da bereits genveränderte Pflanzen angebaut werden und es daher zu unbeabsichtigten Verunreinigungen auch auf Bio-Feldern kommen kann.
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Kennzeichnung
Wie sieht die Kennzeichnung aus?
Der Kennzeichnungstext ist vorgeschrieben, beispielsweise "genetisch verändert" oder "aus genetisch verändertem ... hergestellt". Bei verpackten Lebensmitteln muss dieser Text auf die Zutatenliste. Auch bei offener oder unverpackter Ware muss in dieser Form gekennzeichnet werden. Die Information muss am Behältnis angebracht sein, in dem sich die Ware befindet. Die Kennzeichnung ist auch in Restaurants oder Kantinen vorgeschrieben, etwa in Form eines Schildes an der Auslage oder als Hinweis in der Speisekarte.
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Lebensmittel mit Gentechnik
Woran erkenne ich Lebensmittel mit Gentechnik?
Sind pflanzliche Zutaten gentechnisch verändert, muss dies EU-weit angegeben werden. Aber: Diese Kennzeichnungspflicht gilt erst ab einem Anteil genveränderter Organismen (GVO) von 0,9 Prozent. Darunter darf es zu zufälligen Verunreinigungen kommen. Anders sieht es dagegen bei Tierprodukten aus. Verbraucher erfahren in der Regel nicht, ob die Tiere GVO-Futter bekommen haben oder nicht. Hersteller können Milch, Fleisch, Eier und andere Tierprodukte allenfalls freiwillig mit dem Hinweis ?ohne Gentechnik? ausweisen. Auch hier gilt aber die 0,9-Prozent-Grenze.
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Gentechnische Veränderung von Pflanzen
Was bedeutet eine gentechnische Veränderung von Pflanzen?
Jede Pflanze hat natürliche Erbinformationen, die durch Bestäubung von Generation zu Generation weitergegeben werden. Bei der Genmanipulation dagegen werden der Pflanze zusätzlich zu ihren eigenen Genen ein weiteres Gen aus einem anderen Organismus hinzugefügt. Dieses Gen kann zum Beispiel gegen ein bestimmtes Pflanzenschutzmittel resistent sein. Folge: Die Pflanze ist ebenfalls unempfindlich gegen das Pflanzenschutzmittel.
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Grüne Gentechnik
Was meint Grüne Gentechnik?
Die Grüne Gentechnik kommt in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich zum Einsatz. Biochemiker züchten neue Pflanzenarten, die besonders resistent gegen Schädlinge oder Pestizide sind.
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