Sucht
In unserer Themenwelt Sucht erfahren Sie, welche Stoffe und Verhaltensweisen süchtig machen können, welche Faktoren die Entstehung einer Sucht beeinflussen und welche Behandlungsoptionen es gibt. In der folgenden Übersicht finden Sie eine Auswahl unserer nächsten Topthemen aus der Themenwelt Sucht.
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FAQ
Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Verhaltenssüchte? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.
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Sind tendenziell mehr Männer von Glücksspielsucht betroffen?
Augenscheinlich sind Männer dem Glücksspiel eher zugeneigt als Frauen. Spiegelt sich das auch in den Zahlen der Glücksspielsüchtigen wieder?
Glücksspielsucht ist eine typische Männerkrankheit: rund 90% aller krankhaften Glücksspieler, die Beratung und Therapie wahrnehmen, sind männlichen Geschlechts. Sie sind sehr impulsiv, und haben beim Spielen - anders als in der Wirklichkeit - das Gefühl, ihr Leben im Griff zu behalten. Andere sind sich über ihre Gefühle nicht im Klaren, arbeiten sehr viel und sehen im Glücksspiel ein Ventil. Einige der pathologischen Spieler verschulden sich so hoch, dass sie die Schulden - ohne das Insolvenzrecht - in ihrem Leben nicht mehr abbezahlen könnten.
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An welchen Symptomen erkennt man eine Glücksspielsucht?
Welche Symptome sind bei einer Glücksspielsucht einschlägig? Wie wird Glücksspielsucht definiert?
Im diagnostischen Manual DSM-IV (DSM - Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) werden zehn Kriterien genannt, die die Glücksspielsucht definieren: 1.Häufige Beschäftigung mit dem Glücksspiel (zum Beispiel Beschäftigung mit früheren Glücksspiel-Erlebnissen, Verhinderung oder Planung der nächsten Unternehmungen oder Überlegungen, wie Geld für das Glücksspiel zu beschaffen ist). 2.Bedürfnisse zum Glücksspiel mit steigenden Einsätzen, um die gewünschte Erregung zu erreichen. 3.Wiederholte erfolglose Versuche, das Glücksspiel zu kontrollieren, einzuschränken oder ganz damit aufzuhören. 4.Ruhelosigkeit oder Reizbarkeit bei dem Versuch, das Glücksspiel einzuschränken oder aufzugeben. 5.Teilnahme am Glücksspiel, um Problemen zu entfliehen oder dysphorische Stimmungen abzubauen (z. B. Gefühle von Hilflosigkeit, Schuldgefühle, Sorgen und Ängste, Depressionen). 6.Wiederholte Geldverluste beim Glücksspiel und Rückkehr am anderen Tag, um die Verluste wieder wettzumachen (die "Jagd" nach einem Verlustausgleich). 7.Belügen von Familienmitgliedern, Therapeuten oder anderen, um das Ausmaß der Beteiligung am Glücksspiel zu verheimlichen. 8.Begehen illegaler Handlungen wie Urkundenfälschung, Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung, um das Glücksspiel zu finanzieren. 9.Gefährdung oder Verlust einer bedeutsamen Beziehung, Arbeitsstelle oder Ausbildungsmöglichkeit oder einer beruflichen Aufstiegschance wegen des Glücksspiels. 10.Der Verlass darauf, dass andere Geld zur Verfügung stellen, um eine durch das Glücksspiel hervorgerufene verzweifelte finanzielle Situation zu entspannen. Wenn mindestens fünf dieser 10 Kriterien zutreffen, ist von einer Glücksspielsucht auszugehen.
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Wie hoch ist die Zahl der Glücksspielsüchtigen in Deutschland?
Gibt es Erkenntnisse darüber, wie viele Menschen in Deutschland mit Glücksspielsucht zu kämpfen haben?
Wie viele Glücksspielsüchtige es in Deutschland gibt, weiß niemand genau. Schätzungen gehen von 400 000 Betroffenen aus. 90 Prozent sind nach Einschätzung der Fachleute Männer, etwa 40 Prozent von ihnen sind auch alkohol-, drogen- oder tablettenabhängig. Die ersten Zeichen der Sucht treten meist im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf.
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Welche Krankheitsbilder ergeben sich aus einer Computerspielsucht?
Computerspielsucht geht oft mit Bewegungsarmut einher. Welche negativen Auswirkungen sind mit einer Computerspielsucht vor diesem Hintergrund verbunden?
Kurzfristig kann es zu Konzentrations- und Leistungsschwächen kommen. Exzessives Spielen kann ebenso zu Schlafmangel führen. Spieler berichten manchmal auch von einer sogenannten "Gaming Sickness", einer nach langem Spielen auftretenden Übelkeit. Bewegungsmangel und ungesunde Essgewohnheiten beim Spielen können zu Haltungsschäden, Übergewicht und Rückbildung der Muskulatur führen.
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Gibt es geeignete Therapiemaßnahmen, um Computerspielsucht effektiv zu behandeln?
Gibt es bereits Therapiemaßnahmen, um Computerspielsucht effektiv zu behandeln?
Computerspielsucht ist ein Krankheitsbild, das erst seit den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erfährt. Eine Therapie kann ambulant oder stationär in einer Fachklinik für Psychosomatische Erkrankungen erfolgen.
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Was sind sinnvolle Präventionsmaßnahmen um einer Computerspielsucht vorzubeugen?
Was kann man tun um einer Computerspielsucht vorzubeugen?
Als generelle Präventionsmaßnahme gegen Internet- und Computerspielsucht sollte eine Medienkompetenz bei Jugendlichen und Erwachsenen aufgebaut werden, die sowohl Vorzüge als auch Gefahren und Risiken der neuen Medien aufzeigt. Wer die Gefahren kennt, weiß diese besser einzuschätzen und kann sinnvoller damit umgehen.
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Für wen stellt Computer(spiel)sucht eine mögliche Gefahr dar?
Welche Menschen sind vor allem gefährdet, in der Nutzung und Beschäftigung mit dem Computer eine Sucht zu entwickeln?
Suchtgefährdet sind vor allem Einzelgänger und männliche Jugendliche, da sie weniger über Gefühle reden, Probleme eher passiv lösen und so zu einem Fluchtverhalten in die virtuelle Welt tendieren.
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Wann spricht man bei exzessiver Beschäftigung mit dem Computer von einer Sucht?
Es gibt viele Menschen, deren Hobby der Computer ist. Manch einer sitzt auch in seiner Freizeit mehrere Stunden am Tag vor dem Computer. Spricht man bei einem solchen Verhalten schon von einer Sucht?
Für die Computerspielsucht gibt es bis heute keine eigenständige Diagnose. Als Maßstab gelten daher Suchtkriterien, wie sie für stoffgebundene Abhängigkeiten sowie Verhaltenssüchte (z. B. Glücksspielsucht) verwendet werden: 1.positive Auswirkung auf die Stimmung bis hin zu Euphorie bei Ausübung des Verhaltens 2.herausragender Stellenwert im Leben des Betroffenen, so dass Fühlen, Denken und Handeln davon dominiert werden 3.ein unwiderstehlicher Wunsch nach Ausübung (Craving) 4.Entzugssymptome und Rückfallneigung bei dem Versuch zu pausieren (Abstinenzunfähigkeit) 5.Kontrollverlust, sobald mit dem Konsumverhalten begonnen wird 6.fortgesetztes Problemverhalten trotz zwischenmenschlicher Konflikte 7.Rückzug aus gewohnten Lebensbereichen. Viele Stunden vor dem Computer zu verbringen, muss längst noch kein Anzeichen für eine Sucht sein. Es kommt nicht auf den Zeitraum an, der vor dem Computer verbracht wird, sondern auf die Intensität. Bei vielen Jugendlichen legt sich das exzessive Computerspielen nach einiger Zeit wieder.
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Was ist Co-Abhängigkeit?
Die Gefahren und Gesundheitsrisiken, die mit Sucht und Abhängigkeit einher gehen, sind vielen bekannt. Aber wie verhält es sich mit Co-Abhängigkeit und was ist darunter überhaupt zu verstehen?
Der Begriff Co-Abhängigkeit wird leider recht undifferenziert verwendet. In erster Linie werden damit Personen beschrieben, die ein zwanghaftes Bedürfnis nach Zuwendung, Aufmerksamkeit und Bestätigung haben und ihr gesamtes Selbstwertgefühl von den Reaktionen ihrer Umwelt abhängig machen. Häufig wird er aber auch im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen verwendet, dort bezieht er sich auf Menschen, die als Angehöriger oder Freund mit Abhängigen zu tun haben und sich mit der Zeit immer mehr vom Verhalten des Suchtkranken abhängig machen.
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